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Zweiblog-Artikel

Tracking-Tools: Diese Daten sind echt heiss!

Analyse
Dec 07,2016

Tracking-Tools: Diese Daten sind echt heiss!

Torwart Manuel Neuer spielt unter Pep Guardiola mit einem viel weiteren Aktionsradius nach vorne. Der Outdoor-Ausrüster Jack Wolfskin analysiert mithilfe von Kameras, in welchen Bereichen sich die Kunden in den Geschäften bewegen. So unterschiedlich diese beiden Erkenntnisse sind – die Analyse erfolgt in beiden Fällen durch sogenannte Heatmaps.

Wie auch Sie von diesen Tracking-Tools profitieren können, verraten wir Ihnen in diesem Artikel. Vertiefte Nutzeranalysen sind heute für jedermann möglich und werden jedem Anspruch gerecht, auch bei bescheideneren Budgets. So können Klicks, Mausbewegungen und Interaktionen einzelner Nutzer problemlos aufgezeichnet werden – in Echtzeit. Mit den gewonnen Ergebnissen können mögliche Usability-Probleme einer Website oder eines Online-Shops aufgezeigt. Ein besonderer Vorteil ist hier die „gewöhnliche“ Nutzersituation, die im Gegensatz zum Usability-Test im Labor unverzerrte Antworten liefern kann.

Es gibt eine Vielzahl von Tools, die sich vor allem in ihrem Funktionsumfang und Preismodell unterscheiden. Zu den bekanntesten zählen Hotjar, Crazyegg und Clicktale. Es lohnt sich, genau zu überlegen, welche Erkenntnisse man gewinnen will und dann entsprechend den vorhandenen Möglichkeiten das geeignete Tool aussucht.

Die nützlichsten Funktionen sind:

  • Heatmaps: Eine analytische Darstellungsform zur Visualisierung von Daten, mit verschiedenen Farben, die typischerweise Temperaturen zugeordnet werden. So besteht die klassische Heatmap aus den Farben Rot (für ganz heiß), Orange (für mittelheiß), Gelb (für warm), Grün (für kühl), Blau (für kalt).
  • Scrollmaps: Eine Variante von Heatmaps, bei der farblich dargestellt wird, welcher Bereich einer Website am meisten betrachtet wird bzw. inwiefern Benutzer auf einer Website scrollen.
  • User-Recordings: Jede Aktivität auf der Seite wird aufgezeichnet. Das ist besonders interessant bei Formularen.  So lassen sich an dieser Stelle schnell Fehler finden, korrigieren und die Conversionrate verbessern.

Das Nutzerverhalten auf einer Website kann so bis ins letzte Detail analysiert werden. Das birgt allerdings auch gewisse Gefahren. Einerseits sollte beachtet werden, dass eine gewisse kritische Masse an Daten vorhanden ist, um ein eindeutiges Bild und klare Tendenzen zu erkennen. Andererseits braucht es einiges Erfahrung, um aus den gewonnen Informationen auch die richtigen Schlussfolgerungen zu ziehen. Klicken die Besucher beispielsweise sehr häufig auf ein Foto, stellt sich die Frage, ob sie Foto lediglich vergrössert ansehen wollen oder ob sie dahinter eine Schaltfläche oder weiterführende Informationen vermuten.