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Zweiblog-Artikel

schema.org - Was bringt mir das?

Alles was Sie über die Grundlage für strukturierte Daten wissen müsen.

Tech Trends Corporate Websites E-Commerce
Sep 04,2019

schema.org - Was bringt mir das?

Eingeführt von den Suchmaschinen-Marktführern Google, Bing, Yahoo und Yandex hat sich unter dem Namen Schema.org eine kollaborative Community gebildet, die sich eine Vereinheitlichung der semantischen Annotation von Webseiteninhalten zur Aufgabe gemacht hat. Was das bedeutet und wie Sie davon profitieren können, erfahren Sie hier.

In den letzten Jahren hat schema.org unter den SEO-Profis eine Fangemeinde als legitime Optimierungsstrategie gewonnen, um die wichtigen Antwortfelder und Rich Snippets auf der sogenannten «Position Null» der Suchergebnisse zu erhalten.

Im Kern ist Schema eine Grundlage für Markup-Daten, die es Suchmaschinen ermöglicht, ortsbezogene strukturierte Informationen wie Adressen, Veranstaltungsdaten, Telefonnummern und andere Informationen besser zu verstehen.

Diese Grundlage wird in reichhaltigen Ausschnitten, Videokarussells und dergleichen verwendet und auch in übersichtlichen, kartenartigen Anordnungen angezeigt, um die Suchergebnisse für die Benutzer attraktiver zu gestalten.

Was ist ein Schema-Markup?

Das Ziel von schema.org war es, eine gemeinsame Gruppe von Tags zu erstellen und zu unterstützen, die von den Suchmaschinen verwendet werden können, um Daten besser zu verstehen und anzuzeigen.

Ganz allgemein ist mit Markup eine Auszeichnungssprache gemeint, die von Maschinen gelesen werden kann und mit der Informationen gegliedert und formatiert werden können. Eine solche Sprache ist beispielsweise HTML (Hypertext Markup Language). Zeichnet man also im HTML-Code eine Überschrift mit einem <h1>-Tag aus und schliesst diese mit </h1>-Tag ab, dann kann ein Browser interpretieren, dass es sich um eine Überschrift handelt. Auch Webcrawler (wie der Googlebot) können erkennen, dass es sich um eine Überschrift handelt.

Die Strukturierung des Quellcodes kann aber noch ein Stück weitergehen. Mit sogenannten strukturierten Daten kann man dem Quellcode weitere Informationen hinzufügen, die von Suchmaschinen interpretiert werden können. Damit kann man der Suchmaschine mitteilen, von welchem Typ eine Seite ist, z. B. ein lokales Geschäft. Dem Typ sind weitere Objekte, wie z. B. die Adresse und die Öffnungszeiten, zugeordnet. Warum können Suchmaschinen das richtig interpretieren? Die grossen Suchmaschinenbetreiber haben sich in der Community schema.org auf ein einheitliches Vokabular. Dort sind die unterschiedlichen Schemata auffindbar, die sich aus Typen und Objekten zusammensetzen. Für die Implementierung von Markup hat Google einige Richtlinien veröffentlicht, die Structured Data General Guidelines. Dort nennt Google drei Varianten, die es ermöglichen, dass Rich Snippets angezeigt werden: JSON-LD, Microdata und RDFa.

Worin liegt der Nutzen?

Zwei Vorteile stehen im Vordergrund: Die Optimierung der Informationen für die Suchmaschinen und das Bereitstellen von Rich Snippets.

Da es sehr viele unterschiedliche Typen von strukturierten Daten gibt (über 500), ist es möglich, der Suchmaschine die Verarbeitung der Informationen zu erleichtern. Betrachten wir das am konkreten Beispiel eines Organization Markup. Mittels Organization Markup kann man Google u. a. die Adress- und Kontaktdaten des Unternehmens, das Logo der Website und die dazugehörigen sozialen Kanäle mitteilen. Das Organization Markup muss in der Startseite implementiert werden.

Durch die Festlegung von Typen und Objekten werden die Informationen besser und logisch aufbereitet. Google kann zwar viele der Informationen auch so erkennen, hat aber über Markup die Bestätigung, dass die Informationen auch so gemeint sind, wie sie auf der Website dargestellt werden.

Ein Rich Snippet ist eine spezielle Darstellung für ein Suchergebnis, welche durch das Markup beeinflusst wird. Reichert man den Quellcode mit strukturierten Daten an, kann es sein, dass die Suchmaschine die Darstellung in den Suchergebnissen optimiert. Das ist zwar nicht garantiert, aber der Vorteil ist klar – und da stecken wir bereits mitten im Kern des SEO: Ein attraktiveres Suchergebnis regt zum Klicken an, was die Klickrate bzw. die Click-Through-Rate erhöht. Zu den augenfälligsten Anwendungen gehören das Breadcrumb Markup (kann die Darstellung der URL positiv beeinflussen und erleichtert dem Nutzer die Orientierung) und das Markup für Ratings bzw. Bewertungen.

Fazit: Ich will das. Was nun?

Eifrige SEO-Fans könnten sich jetzt natürlich direkt in die Vorlagen auf schema.org stürzen und sich selbst an die Optimierung der Website machen. Google stellt sogar ein Testtool für strukturierte Daten bereit. Es empfiehlt sich aber, diese Mühe den Profis zu überlassen und sich dafür um spannenden Content zu bemühen.